


Es war ein paar Minuten vor Mitternacht, der Vollmond stand hell über dem Langhaus des Clanoberhauptes, im kleinen Ort Wolfenstein. Hektisch liefen die Helfer der Hebamme umher um ihren Anweisungen Folge zu leisten, während diese sich um die, auf ihr Lager gebette, Frau des Oberhauptes kümmerte.
Roslyn würde bald ihr Kind bekommen, doch noch ergab sie sich unter stöhnen den immer regelmäßiger wiederkehrenden Wehen.
Ulgar lief, wie es seid jeher und wahrscheinlich auch weit in der Zukunft immernoch Sitte ist, nervös vor dem Langhaus Furchen in den Boden. Harsch wurde er von der Hebamme des Hauses verwiesen und wiederwillig beugte er sich der weisen alten Frau, nur zu gut wissend das er nichts hätte tun können was produktiv gewesen wäre.
Das Stöhnen steigerte sich immer weiter bis nur noch schmerzerfüllte Schrei die Nacht durchzogen und bei jedem Schrei zuckte Ulgar zusammen blickte nervös zum Eingang.
Olaf, der Druide des Dorfes, stand, in der Nähe des Eingangs an einen Baum gelehnt und lächelte verstehend vor sich hin.
Es muss wohl gegen Mitternacht gewesen sein, als die Schreie von Roslyn abrupt abbrachen und der Schrei eines Neugeborenen Kindes die Nacht durchschnitt. Genau in dem Moment in dem das Geschrei des Neugeborenen Kindes ertönte, wurde die Nacht von dem Geheul von Wölfen erfüllt die sich wie auf ein geheimes Signal zu einem mitternächtlichem Konzert zusammen gefunden haben. Der Druide blickte in Richtung der Berge, runzelte leicht die Stirn und so schnell wie das Konzert began war es auch wieder vorbei. Es war als wollten sie das Neugeborene in der Welt begrüssen. Der Druide schüttelte leicht den Kopf und blickte dann wieder in Richtung seines Clanoberhauptes und zum Eingang des Hauses, aus dem nur Sekunden später einer der Helfer auftauchte und sowohl Ulgar als auch den Druiden hereinbat.
Roslyn hatte einen Sohn zur Welt gebracht.
Stolz musterte Ulgar seinen Sohn. Schon jetzt hatte er volles strohblondes Haar und strahlend blaue Augen. Auch das Kind schien seiner Seits seinen Vater zu mustern, auch wenn das unmöglich schien, oder etwa nicht...?
In der Zwischenzeit bereitete der Druide alles vor um dem Kind, wie es Brauch ist, die Zukunft vorherzusagen und seinen Namen fest zu legen.
Nachdem er alles vorbereitet hatte lies der Druide die Knochen, die er zuvor in seiner Hand geschüttelt hatte in den mystischen Zirkel, den er auf den Boden gezeichnet hatte, fallen.
Mit kritischem Blick verfolgten alle Anwesenden, inklusive dem Druiden den Flug der Knochen.
Leise vor sich hin murmelnd betrachtete der Druide die Konstellation der Knochen, blickte dann auf und verkündete das der Name des Kindes fortan Seelenwolf sein soll und die Zukunft viele Herausforderungen, sowohl negative als auch positive, für ihn bereit halten würde.
Ein großes Fest wurde gefeiert um die Ankunft Ulgars' Erben gebührend zu feiern.
Ja, so war es als Seelenwolf geboren wurde.
Das Leben im Clan nahm wieder seinen normalen Lauf, Seelenwolf nahm an dem alltäglichem Leben teil und wurde in der Kampfkunst, dem Jagen, im Lesen und Schreiben und auch in den Pflichten eines zukünftigen Herrschers unterrichtet.
Stets hilfsbereit wurde er von jedem geliebt.
Die Zeit verging und Seelenwolf wuchs zu einem stattlichem Mann heran und es kam der Tag an dem er das Ritual des Erwachsenwerdens vollziehen sollte.
Seine Aufgabe war es nur mit einem Dolch bewaffnet einen Bären zur Strecke zu bringen. Erst wenn er dies geschafft hatte würde man ihm die Tattoowierung verpassen die nur die Erwachsenen tragen durften.
Nachdem er, mit dem Fell als Beweis, wiederkehrte, wurde er wie ein Held gefeiert, die Tattoowierung wurde gestochen und ihr ahnt es sicher schon ein Fest wurde gefeiert, welches sich bis weit in die Nacht hinein zog.
Je später es wurde, desto ausgelassener wurde gefeiert und so wurden die Kämpfer der Dunklen Horden nicht bemerkt die sich, im Schutz der Dunkelheit und von den wenigen Wachen unbemerkt, angeschlichen hatten.
Als der erste Schrei einer sterbenden Wache ertönte war es schon viel zu spät....
Die Dunkle Horde brach, einer Naturgewalt gleich über den Clan herein und veranstalteten ein wahres Gemetzel. Mit dem Mut der Verzweifelung bäumte sich der Clan auf, doch schon bald waren es nur noch eine Hand voll die den Dunklen Horden Wiederstand leisteten. Schon lange war der Boden rutschig vom Blut der Gefallenen beider Seiten. Seelenwolfs Arme waren fast taub von Attacke und Parade, Ulgar ging es nicht anders und Roslyn war am Ende ihrer Kräfte. Mehr und mehr wurde sie in die Defensive gedrängt. Seelenwolf sah dies und wollte seiner Mutter beistehen, doch konnte er sich nicht von seinem Gegner lösen, der hartnäckig versuchte Seelenwolf einen Kopf kürzer zu machen. Ulgar erging es nicht anders und er hatte es gleich mit zwei Gegnern zu tun! Roslyn wich einem Weiterm Schlag aus und stolperte und genau diesem Moment der Unachtsamkeit nutzte ihr Gegner um ihr einen tödlichen Hieb in den Hals zu verpassen.
Röchelnd brach sie zusammen, Ulgar der die Szene aus dem Augenwinkel mitbekommmen hatte erstarrte vor Entsetzen und wurde durch mehrere Treffer förmlich zerhackt. Mit eine Schrei, der mehr dem eines Tieres als dem eines Menschen glich, faste Seelenwolf dies alles auf und stürzte sich einem Berserkerrausch gleich auf seine Gegner. Doch auch dies half nichts gegen die Übermacht und er wurde niedergestreckt.
Die Dunkle Horde hielt ihn für Tod, plünderten alles und steckten dann die Häuser in Brand.
Als Seelenwolf wieder zu sich kam war von den Häusern nicht mehr als Asche übrig.
Schwer verwundet schleppte er sich aus dem Rauch der allgegenwärtig war und brach am Waldrand bewustlos zusammen.
Ein Trupp patrolierender Ritter, durch den Rauch alarmiert, fanden Seelenwolf und nahmen ihn mit auf ihre Burg, wo sie ihn pflegten.
Wieder zu Kräften gekommen, wurder er als Ritter des Lichts ausgebildet und erwies sich als einer der Besten. Getrieben von Rache, den Dunkle Horden gegenüber, war er der fanatischste der Lichten Ritter wenn es auf die Jagd nach Dunklen ging. Bald wurde er, ob seiner Besessenheit die Dunklen Horden zu vernichten, von anderen gemieden und ihm wurde nahegelegt erst seinen Konflikt bei zu legen um dann seinen Frieden zu finden.
So also verlies Seelenwolf den Ritterorden um Seiner Rache genüge zu tun und die Dunklen Horden ein für alle mal zu vernichten!!!