Der Charakter von [BdL]Nachtmahr
Sir [BdL]Nachtmahr
Stärke:Erhöht die Schadenspunkte
Ausdauer:Du kannst länger kämpfen
Geschicklichkeit:Erhöht die Schadensabwehr
Kampfkunst:Bessere Trefferchance
Parade:Bessere Chance auf eine Parade
Rüstung:
Einhandwaffe:
Zweihandwaffe:


Die Ordensammlung von [BdL]Nachtmahr
[BdL]Nachtmahr ist momentan noch nicht im Besitz einer Ordensammlung.
 

Der Landsitz von [BdL]Nachtmahr
 

Die Profildaten von [BdL]Nachtmahr
Mitglied der Gilde [BdL] Bewahrer des Lichts
Ritter seit: 04.11.2006 12:26:26
Geschlecht: männlich
Alter: 15-20 Jahre
 
Charakterbeschreibung
 


Panik...Schreie...Der Klang von Körpern, die auf dem Boden aufschlagen...Dieser Lärm! Es soll aufhören! Starke Hände greifen ihn. Eine ihm irgendwie vertraute Stimme fängt an lauthals zu klagen, erstirbt aber bald mit einem Röcheln. Die Hände ziehen ihn weiter. Er hat Angst, fängt an zu schreien...und wacht schweißgebadet auf.

Timotheus' Herz raste und er brauchte einen Moment, um wieder klar denken zu können. Er hatte wieder einen Albtraum gehabt. Einen der Träume, die ihn schon seit einigen Tagen plagten. Wahrscheinlich hatte er am Vorabend wieder einmal zuviel Wein getrunken. Naja war ja auch kein Wunder. Die Beute, die sie an diesem Tag gemacht hatten, übertraf alles Bisherige und tröstete über die eher kargen Tage davor hinweg. Langsam schälte er sich aus seinem Zelt und trat hinaus auf die Lichtung. Die Sonne war gerade eben aufgegangen und tauchte den Wald in einen goldenen Schimmer. Sein Anführer war auch schon auf den Beinen und nahm zusammen mit seinen beiden Leibwachen ein Frühstück zu sich. Alle drei waren sichtlich erfreut darüber, mal etwas anderes als Beeren essen zu können. Doch Timotheus verspürte keinen Hunger. Er setzte sich etwas abseits von ihrem Lager und dachte nach. Er hatte in seinem Leben schon sehr viele Albträume gehabt, was auch seinen Kumpanen schließlich aufgefallen war und ihm den Rufnamen Nachtmahr eingebracht hatte. Doch keine Träume waren bisher so …intensiv… gewesen. Selbst jetzt noch klangen die Schreie in seinen Ohren nach.

Mit der Zeit waren auch seine Kameraden aus ihren Zelten gekrochen und labten sich an den erbeuteten Speisen. Er beschloss, nun auch etwas zu sich zu nehmen; schließlich wusste man nicht, was ihr Anführer nun heute vorhatte. Obgleich die gestrige Beute doch sehr reichhaltig war, Aurelius rastete nie und wenn sich die Gelegenheit bot, dann griffen er und seine Mannen zu. Die Frage war, ob er wieder einen Tipp von einem seiner Spitzel bekommen hatte. Während sich andere Räuberbanden sich meist auf ihr Glück verließen und wahllos durch die Gegend streiften, hatte Aurelius ein sorgfältig ausgewähltes Netz aus Informanten und Spionen. Diese Tatsache machte sie nicht nur für die königlichen Soldaten schwer zu fassen, sondern ließ sie auch meist als Erste wissen, wann etwas wirklich Lohnenswertes zu erbeuten war. Gab es allerdings nichts, so mussten sie sich genauso auf ihr Glück verlassen.

Kaum hatte Timotheus seinen letzten Bissen getätigt, hallte auch schon die Stimme von Aurelius über die Lichtung. „Freunde! Macht euch bereit zum Kampf! Wie ich soeben erfuhr, hat es einen wohlhabenden Kaufmann in das nahe liegende Dorf Tamir verschlagen. Normalerweise würde er mit einer großen Eskorte reisen, doch dieses Mal ist sein Begleitschutz aufgehalten worden und wird erst im Verlauf des Tages zu ihm gelangen. Im Moment ist nur sein persönlicher Leibwächter bei ihm, deswegen dürfen wir keinen Moment zögern. Eilt euch!“
Die Männer gehorchten. Alle sahen in ihrer Gemeinschaft eine große Familie – mit Aurelius als Vater, dem sie höchstes Vertrauen entgegenbrachten. Er behandelte seine Leute gut und teilte auch die Beute schon fast gleichmäßig auf. Viele hatten hier einen neuen Platz gefunden. Genau wie Timotheus, der im Alter von 16 Jahren dazu gestoßen war.

An seine Mutter hatte er keine Erinnerungen, er wusste nur, dass sie bei der Geburt gestorben sein musste.
Sein Vater Thomas war sehr wohlhabend und besaß große Ländereien, weshalb er sich ein Kindermädchen leisten konnte. Die beiden zogen Timotheus mit Liebe auf und bescherten ihm eine wunderbare Kindheit. Es fehlte an nichts. Sein Vater lehrte ihn das Jagen und Kämpfen, während ein Pädagoge ihn in den Sprachen und Künsten unterrichtete. Doch dieses Glück sollte nicht ewig währen. Der Gutsverwalter seines Vaters hatte es auf dessen Ländereien abgesehen und verbreitete deswegen unter den Bauern das Gerücht, Thomas würde nachts in seinem Hof schwarze Messen abhalten. Dabei würde er die Seelen der Bauern an den Teufel verkaufen, um sein Leben zu verlängern. So kam es, dass eines Nachts ein wütender Mob über den Hof herfiel und jeden Bewohner tötete, denen man habhaft werden konnte. Timotheus war entkommen und floh in einen angrenzenden Wald. Getrieben von Wut, Trauer und Entsetzen irrte er ohne Ziel umher. Zwei Tage und zwei Nächte dauerte seine Odyssee, bis er schließlich vollkommen ausgezehrt das Lager von Aurelius und dessen Leuten erreicht hatte. Sie nahmen ihn auf, wenn auch anfangs nur zögerlich. Doch er trug seinen Teil bei und mit der Zeit wurde er als Bruder akzeptiert. Deswegen war er Aurelius auf immer dankbar.

Timotheus lief zu seinem Zelt, zog sich Lederharnisch und Schuhwerk an, schnallte sein Schild um und ergriff sein Schwert, welches seinen Platz in einer kunstvoll verzierten Scheide an seinem Gürtel fand. Als er aus dem Zelt trat, war Aurelius gerade dabei, die Wachen für ihr Lager einzuteilen.
Schließlich zogen sie von Dannen, erfüllt von Enthusiasmus und Hoffnung auf reiche Beute. Die Sonne stand schon hoch am Himmel, als man schließlich das kleine Dorf Tamir in der Ferne sehen konnte.

Ihre Überfälle auf Städte erfolgten immer nach einem bestimmten Kodex. Aurelius war kein Freund von unnötiger Gewalt und verachtete auch jene, die wahllos abschlachteten, Frauen vergewaltigten und Dörfer nieder brannten. Er wollte hauptsächlich Beute machen. Leisteten die Bewohner jedoch starken Widerstand, so schlugen er und seine Männer auch mit aller Härte zurück.
An Tamir selbst hatten sie kein großes Interesse, es war ein Dorf wie jedes andere, auch wenn noch keiner von ihnen je dort gewesen war, ging man davon aus, dass es hier nichts zu holen gab. Andernfalls wüsste Aurelius davon.

Man konnte das Dorf nun schon sehen. Doch irgendetwas stimmte nicht. Timotheus hatte das Gefühl, etwas Bestimmtes würde fehlen. Aber alles sah normal aus. Es gab weder Rauchschwaden, noch irgendein anderes Zeichen einer Katastrophe. Niemand schrie in Todesqualen und … halt! Niemand schrie, aber auch sonst gab es keinerlei Geräusch. Keine spielenden Kinder, keine Marktschreier, absolut nichts.
Sie erreichten den Waldrand…und blickten auf einen Ort des absoluten Grauens. Die Dorbewohner lagen allesamt auf den Straßen. Zerfetzt, aufgeschlitzt und mit abgetrennten Gliedmaßen säumten Leichen die Straße, auf der das Blut in Strömen herabfloss und am Ende eine immer größer werdende Lake bildete. Timotheus war nicht der Einzige, der sich in den Büschen übergeben musste. Entsetzen machte sich breit und die Männer riefen wild durcheinander. Wer konnte das getan haben? Aurelius hatte jedoch schon etwas anderes im Visier. Der Planwagen des Kaufmanns stand da mitten auf dem Platz; sein Besitzer hatte offensichtlich keine Zeit mehr gehabt, ihn weg zu schieben.
„Ich weiß, ich verlange viel von euch, meine Freunde“, versuchte er seine Leute zu motivieren „aber wenn wir nicht wenigstens diesen Wagen dort herausbringen, war unser Weg umsonst und wir kehren mit leeren Händen heim“ Doch man merkte ihm an, dass auch er von Ekel geschüttelt wurde und sich krampfhaft seine Prinzipien bewahren wollte. Natürlich wollte man auch nicht ohne Beute heimkehren und so begaben sie sich mit vor den Mund gepressten Händen, geschlossenen Augen und zitternden Beinen in den Hort des Schreckens. Mit Müh und Not erreichten sie den Planwagen, der sich jedoch keinen Meter mehr bewegen würde. Die Räder waren zerstört und die Achsen gebrochen. „Gr…Greift euch, was i…ihr krie…gen k…könnt“ würgte ihr Anführer hervor. Mit diesen Worten zog er die Plane weg und sie alle blickten auf – nichts. Nun ja, fast nichts. Eine kleine Schatulle mit seltsamen, kryptischen Symbolen lag auf der Ladefläche. Wutentbrannt riss Aurelius das Kästchen auf und zog eine Halskette daraus hervor. An ihr hing ein Medallion, welches zwar kunstvoll gearbeitet schien, jedoch über keinerlei Gold- oder Edelsteinbestückungen verfügte. Die Männer wurden aufgebracht und fluchten, soweit sie nicht damit beschäftigt waren, den Brechreiz zu unterdrücken. Das Vertrauen in Aurelius hatte ziemlichen Schaden genommen „Brüder…“, wollte Aurelius ansetzen, doch er brach jäh ab. Auch die Männer wurden ruhig. Alle hatten es gemerkt: Der Himmel verdunkelte sich, ohne Ankündigung. Nebel stieg auf. „Was in Gottes…AAAARRRGH“ Er schrie auf. Timotheus sah entsetzt, wie Blut aus dem Mund des Anführers drang. Auf seiner Brust war ein großer Schnitt zu sehen, zu tief, um ihn zu überleben… Das seltsame Medallion hatte angefangen zu leuchten. Voller Panik stürzten sie los. Timotheus sah noch neben sich einen Schatten vorbeirauschen, als kurz danach sein Hintermann anfing zu röcheln und auf dem Boden aufschlug. Er war gelähmt vor Entsetzen, als ihn sein Kamerad Falk am Arm packte und mit sich zog.
„Nur Gott kann uns jetzt noch helfen“, rief er, „wir müssen zur Kapelle“. Doch der Rest der Männer hörte ihn nicht. Sie rannten in alle Himmelsrichtungen davon und wurden nacheinander abgeschlachtet. Blind stürzte Timotheus nach vorne, zusammen mit Falk zur Dorfkirche. Sie hatten die schweren Tore fast erreicht, da sah er wieder diesen Schatten. „FALK! PASS AUF“, rief er ihm noch zu; viel zu langsam, viel zu spät… Vor seinen Augen drehte sich der Kopf seines Freundes mehrere male um sich selbst und das Krachen von den Wirbeln riss ihn aus seiner Starre. Von blankem Wahnsinn befallen riss Timotheus die Tür auf und stürzte vor dem Altar auf die Knie. Er hatte lange nicht mehr gebetet und erinnerte sich nur noch Vage an die lateinischen Verse, die er von seinem Lehrer beigebracht bekommen hatte…

Doch auf einmal erfüllte ihn neue Hoffnung. Kraft sammelte sich in ihm; er spürte, wie sie ihn durchdrang, seine Lungen füllte. Er hatte das Gefühl, er würde gleich platzen, die Macht würde ihn einfach zerreißen… Mit einem gewaltigen Schrei löste er sich, schrie die gesamte Energie aus sich heraus…Sein letztes bisschen Verstand setze aus, er konnte nichts mehr sehen, hören oder fühlen. Nur noch die geballte Kraft, die aus ihm herausströmt und die dunklen Schatten zerschmettert, als ihn eine gnädige Ohnmacht empfängt...

Er erwacht. Ihm ist schwindelig. Dennoch ist sein Geist so klar wie nie zuvor. Diese rasende Läuterung hat den Schleier von ihm gerissen. Deutlich sieht er seinen Lebenszweck vor sich. Von nun wird er das Böse bekämpfen, die Dunkelheit vertreiben, ja als Kämpfer des Lichts die Dämonen und ihre kriecherischen Diener vernichten. Das Gute wird obsiegen.
Dafür steht er. Mit Stahl. Mit Blut. Mit seinem Leben…
 
Statistik
 
Beute insgesamt: 30.268 Beute Gold
Linkaufrufe: 0
Kämpfe: 762
Siege: 317
Niederlagen: 407
Unentschieden: 38
Erbeutetes Gold: 10.134 Beute Gold
Verlorenes Gold: 6.710 Beute Gold
Trefferpunkte verteilt: 7.593
Trefferpunkte eingesteckt: 37.312