Einst, sagen sie, ging auf grünen Wegen
Der kraftvolle, edle, vielkundige As,
Der rüstige, rasche Rig einher.
Weiter wandelnd des Weges inmitten
Traf er ein Haus mit offener Tür.
Er ging hinein, am Estrich glüht es;
Da saß ein Ehpaar, ein altes, am Feuer,
Ai und Edda in üblem Gewand.
Zu raten wußte Rig den Alten;
Er saß zu beiden der Bank inmitten,
Die Eheleute zur Linken und Rechten.
Da nahm Edda einen Laib aus der Asche,
Schwer und klebrig, der Kleien voll.
Mehr noch trug sie auf den Tisch alsbald:
Schlemm in der Schüssel ward aufgesetzt,
Und das beste Gericht war ein Kalb in der Brühe.
Auf stand danach des Schlafes begierig
Rig, der ihnen wohl raten konnte,
Legte zu beiden ins Bett sich mitten,
Die Eheleute zur Linken und Rechten.
Da blieb er drauf drei Nächte lang,
Dann ging er und wanderte des Wegs inmitten,
Danach vergingen der Monden neun.
Edda genas, genetzt ward das Kind,
Weil schwarz von Haut geheißen Thräl (Knecht).
Es begann zu wachsen und wohl zu gedeihn.
Rauh an den Händen war dem Rangen das Fell,
Die Gelenke knotig (von Knorpelgeschwulst),
Die Finger feist, fratzig das Antlitz,
Der Rücken krumm, vorragend die Hacken.
In kurzem lernt er die Kräfte brauchen,
Mit Bast binden und Bürden schnüren.
Heim schleppt er Reiser den heilen Tag.
Da kam in den Bau die Gängelbeinige,
Schwären am Hohlfuß, die Arme sonnverbrannt,
Gedrückt die Nase Thyr die Dirne.